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Wenn der Gast nicht wiederkommt - Mangelnde Restauranthygiene führt zum Boykott |
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Eine umfassende Studie1 , die Kimberly-Clark Professional in Auftrag gegeben hat, deckt auf, was Restaurantbesucher in Europa von den Hygieneverhältnissen halten:
Auf die Frage welche Maßnahmen die Befragten ergreifen würden, wenn sie den Verdacht hätten, sich im Restaurant eine Lebensmittelvergiftung zugezogen zu haben, gaben die Deutschen an erster Stelle (51%) an, nicht noch einmal in dem betreffenden Restaurant zu essen. Weitere wichtige Reaktionen waren sich direkt beim Manager oder dem Besitzer des Restaurants zu beschweren (37%) oder den Verdacht dem Gesundheitsamt zu melden (37%). Die wirtschaftliche Dimension einer vermeintlichen Lebensmittelvergiftung ist für die Gastronomie also nicht zu unterschätzen. Schaut man sich die Gesamtzahlen für die europäischen Länder an, die an der Umfrage beteiligt waren (Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Spanien, Schweiz), so steht die Beschwerde allgemein an erster Stelle. Sei es direkt beim Restaurant-Manager, beim Gesundheitsamt, bei der Verbraucherschutzbehörde, oder über einen Beschwerdebrief an die Medien. Die weiteren Schritte, die die befragten Europäer unternehmen würden, gehen vom Boykott des Restaurants über das Abraten vom Besuch des Restaurants innerhalb des Freundeskreises bis hin zur Forderung einer Rückzahlung oder eines Preisnachlasses. Egal was der Restaurantbesucher unternimmt, diese Umfrageergebnisse sollten alle europäischen Gastronomen alarmieren. Die Studie zeigt ferner Unterschiede in den Konsequenzen der befragten Europäer auf. An der Spitze der europäischen Beschwerde-Liga stehen die Briten, gefolgt von den Schweizern und den Franzosen. Während hingegen die Schweizer sich eher direkt beim Restaurant-Chef beschweren (64%), wenden die Briten sich lieber gleich an außenstehende Aufsichtsbehörden (51%). Es sind die Deutschen (38%) und die Schweizer (35%), die am ehesten nach einem Preisnachlass fragen. Die Italiener sind die europäischen Spitzenreiter in puncto Restaurant-Boykott (60%). Was die Europäer am meisten an den Toilettenräumen in Restaurants stört ist, mangelnde Hygiene und unangenehme Gerüche (48%) sowie fehlendes Toilettenpapier (36%). Die Deutschen stört mehr als den Durchschnitts-Europäer, wenn keine Einwegpapierhandtücher vorhanden sind (8% verglichen mit durchschnittlich 5%). Außerdem ziehen 87% der Deutschen Rückschlüsse von der Sauberkeit der Toilettenräume auf den Standard der Essenshygiene des Restaurants. Der Vorsitzende des Bundesverbandes der Lebensmittelkontrolleure Deutschland e.V., Hans-Henning Viedt sieht Handlungsbedarf: "Diese Untersuchungen verdeutlichen, dass sich die Gastronomiebranche bewusst sein muss, dass Sauberkeit und Hygiene die wichtigsten Entscheidungskriterien der Verbraucher bei der Restaurantwahl sind. Gute Hygienestandards sind kein Luxus, sondern ein unbedingtes Muss, weil die Verbraucher ein Restaurant, dass sie als unhygienisch empfinden, kein zweites Mal besuchen werden. Da die Zahl derer, die regelmäßig ein Restaurant besuchen, kontinuierlich steigt, muss es das dringlichste Anliegen der Gastronomiebranche sein, auf die Befürchtungen der Verbraucher zu reagieren und strenge Hygienevorschriften zu implementieren, da die Restaurants ansonsten nicht nur ihren guten Ruf, sondern auch ihr Geschäft aufs Spiel setzen." Die aktuelle Studie sowie weitere Informationen finden Sie unter www.kcprofessional.com 1Für die Studie hat die internationale Forschungsgruppe MORI 5.664 Verbraucher in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Spanien und der Schweiz zu ihren Ansprüchen an die Hygiene in Restaurants befragt. Die repräsentative Meinungsumfrage wurde im Januar/ Februar 2005 in persönlichen Interviews zu Hause mittels CAPI Omnibus durchgeführt. In Deutschland wurden 444 Männer und 509 Frauen im Alter von 16 bis 65 interviewt. |
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